Der Weg von einem „vibe-coded“ Prototyp zu einem echten Produkt verdeutlicht den tiefen Graben zwischen „Prompt-and-Iterate“ und „Scaffold-and-Own“-Entwicklung. In diesem Vergleich bewerten wir diese beiden Paradigmen anhand einer konkreten Aufgabe: einen chaotischen Proof-of-Concept, der aus einem einzigen Prompt entstand, in eine sichere, produktionsreife Anwendung zu verwandeln – inklusive Datensicherheit, Benutzerauthentifizierung und zuverlässigem Hosting. Obwohl beide Tools für die Arbeit mit Code entwickelt wurden, gehen sie in einem Punkt weit auseinander: ob man die zugrunde liegende Infrastruktur selbst verwalten oder sie einer autonomen Cloud-Umgebung überlassen sollte.
Dieser Übergang vom Prototyp zur Produktion ist der Punkt, an dem die eigentliche Entwicklungsarbeit beginnt. Hier zeigen sich instabile Datenbank-Schemata, nicht passende Umgebungsvariablen und außer Kontrolle geratene API-Kosten. Die Wahl des falschen Tools bedeutet entweder, Stunden mit der lokalen Konfiguration zu verschwenden, wenn man eigentlich nur kreativ sein will, oder mit einem Agenten zu kämpfen, der stillschweigend Abhängigkeiten umschreibt und subtile Endlosschleifen in den Code einbaut.